• 25-jähriges Vereinsjubiläum
  • 50-jähriges Vereinsjubiläum
  • Mut zum Neuanfang
  • 75-jähriges Vereinsjubiläum
  • Der Männerchor gibt auf
  • Singen im Park
  • Präsentation der Chöre und Musikgruppen in der Gemeinde Bestwig
  • Gutachtersingen zeigen den Leistungstand des Chores
  • Der Sängerbund schafft sogar eine ganz besondere Auszeichnung
  • Das neue Jahrtausend

In den sogenannten "Gründerjahren", einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs nach Ende des Deutsch-Französischen Krieges wurden zumeist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unsere Männerchöre gegründet, deren Aufgabe die Pflege des schlichten Volksliedes, aber auch der kunstvollen Liedsätze ist.

 

Einen genauso großen Stellenwert hatte aber auch die seelische Entspannung, die Geselligkeit und der Erhalt des Brauchtums nach der meist überaus schweren Alltagsarbeit.

 

Im Jahre 1877 trafen sich erstmals sechs Männer im Hause des Landwirtes Kaspar Bücker (später Gasthof Henneken) zu fröhlichem Gesang. Nach einem Jahr gesanglicher Aktivität wurde im Sommer 1878 die Ostwiger Männerwelt zu einer Versammlung eingeladen, um in einem Vortrag die Zwecke und Ziele eines Männerchores darzustellen und für diese Sache zu werben.

 

Auf einen Beschluss dieser Versammlung wurde dann der Männergesangverein "Concordia" Ostwig aus der Taufe gehoben.

 

Lorenz Padberg aus Oberschledorn, der seit Mai 1878 Junglehrer an der erst im Januar desselben Jahres eröffneten erstklassigen Schule in Ostwig tätig war, wurde in Personalunion Dirigent und Vorsitzender zugleich.

 

Die Chorproben fanden im damaligen Schulhaus (später Firma Reifen-Rickert, heute Sitz der Firma Kälte und Klima Vorderwülbecke) statt. Wie in der damaligen Zeit üblich, wurde hauptsächlich kirchliches Liedgut gepflegt, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das erste einstudierte Lied der Tradition gemäß den Titel "Danket dem Herrn" trug.

 

Aber nicht nur durch den Kirchengesang zeichnete sich die junge "Concordia" aus, sie hat zu allen Zeiten erheblich dazu beigetragen, Geldmittel für die Belange der Kirche zu beschaffen, so wurde z. B. durch eine Verlosung ein erheblicher Betrag zum Ankauf der Glocken für die 1890 eingeweihte Kapelle bereitgestellt.

 

Ab 1884 wurde alljährlich ein Stiftungsfest mit Theateraufführungen und Gesangsvorträgen gefeiert, und fast jeden Sommer wurden bei einem Ausflug in die freie Natur - nach dem Genuss der verbilligten "geistigen" Getränke - einige "ernste" Probleme gewälzt.

 

 

25-jähriges Vereinsjubiläum

 

 Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde am 16. August 1903 auf Heikenfelds (Ommens) Wiese gefeiert, das Lakenzelt der Ostwiger Schützenbruderschaft tat dabei gute Dienste. Der Reinerlös von damals 222,00 Mark wurde dem Ehrenpräses der "Concordia", Kaplan Jochem, für die Kapelle übergeben.

 

Weite Geldmittel für die Kirche wurden ab 1904 durch Weihnachtsfeiern mit Krippenspiel, Gesangsvorträgen, Verlosung und Christbaumversteigerung, bereitgestellt.

 

In den unseligen Jahren des ersten Weltkrieges wurde die gesangliche Aktivität bis zum April 1919 unterbrochen. In dieser Zeit wurden aber die daheim gebliebenen Vorstandsmitglieder beauftragt, die "im Felde stehenden Vereinsmitglieder mit Liebesgaben zu betreuen", die aus Sammlungen zusammenkamen oder aus der Vereinskasse finanziert wurden. 

 

Im Jahre 1919 wurde auch ein Gemischter Chor "Cäcilia" ins Leben gerufen, der bis 1936 aktiv war, dann aber seine Tätigkeit einstellte.

 

Im Jahr 1923 wird der Männergesangverein "Concordia" Mitglied des Deutschen Sängerbundes und nimmt regelmäßig an den Wertungssingen des Sängerbundes teil. In dieser Zeit reiste man noch abenteuerlich und nicht ganz gefahrlos auf Leiterwagen, von Pferden gezogen und mit Birkenbüschen festlich geschmückt, zu den Sängerfesten der Nachbardörfer. Der Gesangverein erreichte in diesen Jahren einen zuvor nie gekannten Leistungsstand. Medaillen an der Fahne mit der Inschrift "1. Preis" und "1. Ehrenpreis" sind Zeugen hervorragender Chorarbeit.

 

 

50-jähriges Vereinsjubiläum

 

Das 50-jährige Jubelfest konnte 1928 nicht groß gefeiert werden, da die Schützenhalle während der Bauarbeiten an der Kirche als Notkirche diente. Aus dem Erlös einer großen Weihnachtsfeier konnte aber der Ankauf einer Kirchenorgel zu einem Kaufpreis von 2.000 RM bestritten werden. Das Jubelfest wurde aber ein Jahr später nachgeholt und gebührend gefeiert.

 

Die ersten Anzeichen des kommenden Nationalsozialismus zeigten sich darin, dass bei einem Wertungssingen am 21. Mai 1933 die Jury das Chorlied "Ahoi", von den Ostwigern hervorragend vorgetragen, nicht bewertete, weil es aus der Feder des jüdischen Komponisten Lendvai stammt.

 

Aber das war nur der Anfang einer unseligen Zeit. Viele der jüngeren Sangesbrüder hatten wegen der vielen Aufmärsche und Dienstappeelle nicht mehr die Zeit, an den Chorproben teilzunehmen, das war der Grund dafür, dass die gesangliche Tätigkeit über Jahre hinweg stark gestört war.

 

1938 konnte der MGV "Concordia" auf 60 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Das wurde natürlich gebührend gefeiert. Als erster in der Vereinsgeschichte konnte der damalige Ehrenvorsitzende Franz Schilling das Goldene Jubiläum als aktiver Sänger feiern. Ihm zu Ehren fand am 30. Juli 1928 ein Fackelzug mit Ständchen statt, ehe am nächsten Tag ein Sängerfest mit vier Nachbarvereinen gefeiert wurde.

 

Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges am 02. September 1939 kam das gesangliche Leben völlig zum Erliegen. Selbst der damaligen Tradition des Grabgesangs konnte man mangels ausreichender Stimmen nicht Rechnung tragen.

 

Selbst von den Zeugen hervorragender Leistungen in Form von Plaketten und Medaillen musste man sich schweren Herzens trennen, die von den Behörden verfügte Metallspende verschonte selbst diese Trophäen nicht.

 

 

Mut zum Neuanfang

 

Das 50-jährige Jubelfest konnte 1928 nicht groß gefeiert werden, da die Schützenhalle während der Bauarbeiten an der Kirche als Notkirche diente. Aus dem Erlös einer großen Weihnachtsfeier konnte aber der Ankauf einer Kirchenorgel zu einem Kaufpreis von 2.000 RM bestritten werden. Das Jubelfest wurde aber ein Jahr später nachgeholt und gebührend gefeiert.

 

Die ersten Anzeichen des kommenden Nationalsozialismus zeigten sich darin, dass bei einem Wertungssingen am 21. Mai 1933 die Jury das Chorlied "Ahoi", von den Ostwigern hervorragend vorgetragen, nicht bewertete, weil es aus der Feder des jüdischen Komponisten Lendvai stammt.

 

Aber das war nur der Anfang einer unseligen Zeit. Viele der jüngeren Sangesbrüder hatten wegen der vielen Aufmärsche und Dienstappeelle nicht mehr die Zeit, an den Chorproben teilzunehmen, das war der Grund dafür, dass die gesangliche Tätigkeit über Jahre hinweg stark gestört war.

 

1938 konnte der MGV "Concordia" auf 60 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Das wurde natürlich gebührend gefeiert. Als erster in der Vereinsgeschichte konnte der damalige Ehrenvorsitzende Franz Schilling das Goldene Jubiläum als aktiver Sänger feiern. Ihm zu Ehren fand am 30. Juli 1928 ein Fackelzug mit Ständchen statt, ehe am nächsten Tag ein Sängerfest mit vier Nachbarvereinen gefeiert wurde.

 

Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges am 02. September 1939 kam das gesangliche Leben völlig zum Erliegen. Selbst der damaligen Tradition des Grabgesangs konnte man mangels ausreichender Stimmen nicht Rechnung tragen.

 

Selbst von den Zeugen hervorragender Leistungen in Form von Plaketten und Medaillen musste man sich schweren Herzens trennen, die von den Behörden verfügte Metallspende verschonte selbst diese Trophäen nicht.

 

Mit dem Einmarsch der amerikanischen Streitkräft im April 1945 nahm der Spuk des Krieges ein Ende, hinterließ aber überall Spuren der Verwwüstung und untröstliches Leid. Trotzdem fand man im Herbst 1945 erneut Mut und Kraft, die gesanglichen Aktivitäten wieder aufzunehmen. Auch mit dem "Weißen Rössl" begann wieder das Theaterspiel in Ostwig. Dieses Stück wurde bereits in den Jahren 1932 und 1933 aufgeführt, von dem damaligen Ensemble waren aber acht männliche Darsteller Opfer des Krieges geworden. Dass man überhaupt Theater spielen konnte, verdankte man zum Teil auch Freiin Else von Lüninck, die das Schnittholz für den Bühnenbau und das Brennholz für die Hallenbeheizung stiftete.

 

Nach dem Kriege beteiligten sich die Ostwiger Concorden erstmals im Jahre 1947 wieder an einem Sängerwettstreit. Auch wurde wieder Theater gespielt. Die Operetten "Winzerliesel", "Rosemarie", sowie Singspiele und Komödien nahmen einen gewichtigen Platz im kulturellen Leben des Dorfes ein.

 

 

75-jähriges Vereinsjubiläum

 

1953 feierte die "Concordia" ihr 75-jähriges Jubelfest mit einem Wertungssingen, an dem 15 Chöre teilnahmen. Diese zogen als "Repräsentanten Deutschen Liedgutes" in einem prächtigen Festzug durchs Dorf, legten an der Heldentafel einen Kranz nieder und formierten sich auf dem Kirchplatz zu einem Massenchor - und das alles vor dem eigentlichen Auftritt in der Schützenhalle - in der heutigen Zeit eigentlich überhaupt nicht mehr denkbar.

Im Jahre 1954 wurde auf Inititative des damaligen Chorleiters Ernst Hofmann die Bildung eines Gemischten Chores beschlossen, der sich aus dem MGV "Concordia" und dem diesen Verein angeschlossenen eigenständigen Frauenchor zusammensetzte.

 

Die absolute Glanzzeit erlebte der Ostwiger Chorgesang in den Jahren 1957 bis 1962.

Im Mai 1957 errangen die Ostwiger zum Beispiel beim Wertungssingen in Calle in allen drei Chorgattungen (Frauenchor, Männerchor und Gemischter Chor) besondere Auszeichnungen und zwar dreimal die Note "sehr gut", zweimal "fast sehr gut" und einmal die Note "gut und besser". Zeitweilig waren nahezu 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne - und Ostwig erhielt in dieser Zeit den Beinamen "das singende Dorf".

 

Das Laienspiel hatte Mitte der 50er Jahre seine Glanzzeit überschritten, dafür zogen die Narren zum Karneval in die Schützenhalle und begeisterten mit tollem närrischen Programm.

 

 

Der Männerchor gibt auf

 

Nach vielen aktiven Jahren mit zahlreichen Höhepunkten schrumpfte die Zahl der Aktiven - nicht zuletzt durch die Konkurrenz des neuen Medium Fernsehen - vor allem im Männerchorbereich derart drastisch, dass man 1962 gezwungen war, nur noch einen "Gemischten Chor" aufrecht zu erhalten.

 

 

Singen im Park

 

Zur Dorfverschönerung wurde 1969 von freiwilligen Helfern am Fuße des Steinbergs eine parkähnliche Grünanlage erstellt, die am 22. August in einer Feierstunde der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Die "Concordia" überzeugte dabei mit ihren Gesangsvorträgen.

 

Zur Freude der Ostwiger Bevölkerung und zahlreicher Gäste wird seit dieser Zeit das sogenannte "Parksingen" alljährlich durchgeführt, mit Gastchören aus der Nachbarschaft und musikalischer Unterhaltung, bei dem auch die Zuhörer zum Singen beliebter und bekannter Volks- und Wanderlieder animiert werden.

Die "Concordia" erklärte sich darüber hinaus zur Instandhaltung und Pflege dieser Parkanlage bereit.

 

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war die Busreise nach Berlin anlässlich des Bundessängerfestes im Jahre 1976.

 

Zum 100-jährigen Bestehen wurde der "Concordia" am 16. April 1978 in Lüdenscheid durch den Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen die "Zelter-Plakette" feierlich überreich. Diese Auszeichnung, durch den damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuss ins Leben gerufen, ist die höchste staatliche Auszeichnung für nachweislich erfolgreiche Chorpflege und gemeinnützige Kulturarbeit.

 

Gemeinsam mit den Bödefelder Chor machten die Sängerinnen und Sänger erstmals Bekanntschaft mit dem Medium Rundfunk.

Aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums des Kreuzweges in Bödefeld wurde am 1. April 1979 die Hl. Messe aus der Pfarrkirche Cosmas und Damianus in Bödefeld im Deutschlandfunk übertragen. Diese Messe, unter Mitwirkung der beiden Chöre aus Ostwig und Bödefeld als Gemeinschaftschor, wurde am Vortag aufgezeichnet.

 

 

Präsentation der Chöre und Musikgruppen in der Gemeinde Bestwig

 

Im Mai 1981 wurde das Gemeindemusikfest erstmals ausgerichtet. Bei dieser Veranstaltung der Gemeinde Bestwig treffen sich Chöre und Musikgruppen der Gesamtgemeinde zu einem Konzert, bei dem sie ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die Ausrichtung dieses Festes wird wechselweise den Vereinen übertragen. Selbstverständlich nahm auch die Ostwiger "Concordia" daran teil.

 

Am 11. November 1981 brachte die "Concordia" ihrem langjährigen Chorleiter und damaligen Sängerkreis-Vorsitzenden Ernst Hofmann ein Ständchen zur Vollendung seines 80. Lebensjahres.

 

In diesen Jahren wurden auch oft zweitägige Fahrten des Chores zu interessanten Zielen durchgeführt. So waren u. a. Bremen, Rotenburg o. d. Tauber, Nürnberg und Bamberg, Rüdesheim oder auch die Tulpenblüte in Holland Ziele der Sängerinnen und Sänger.

 

Am 11. Oktober 1987 war Ostwig Ausrichter des Gemeindemusikfestes, das sowohl musikalisch als auch finanziell ein großer Erfolg war.

 

1988 wurde aus Anlass des 110-jährigen Bestehens ein Freundschaftssingen mit vielen befreundeten Gastchören aus der Umgebung veranstaltet. Die gute Resonanz dieses Festes bewies einmal mehr, dass man in Ostwig und in Sängergemeinschaft gut zu feiern versteht.

 

 

Gutachtersingen zeigen den Leistungstand des Chores

 

Am 24. März 1989 nahm unser Chor an einem Gutachtersingen des Sängerkreises Meschede in Bödefeld teil. Mit der Bewertung durch den Gutachter und der daraus resultierenden Hilfestellung für den Chor zeigte man sich sehr zufrieden.

 

Am 18. Oktober 1990 konnte der aus der ehemaligen DDR zurückgekehrte Pastor Friedrich Deventer seinen 80. Geburtstag feiern. Sein persönlicher Wunsch war es, noch einmal an seine ehemalige Wirkungsstätte Querfurt zurückzukehren und eine Hl. Messe in seiner ehemaligen Pfarrei unter Mitwirkung unseres Chores zu feiern. Am 28. April 1991 war es endlich soweit. Am frühen Morgen machte man sich auf den Weg zur Burgstadt Querfurt, um das feierliche Hochamt mitzugestalten.

 

Baronin von Lüninck begleitete unsere Kirchenlieder auf der Orgel. Beim anschließenden Frühschoppen und dem zunächst spärlichen Gesprächsaustausch mit der heimischen Bevölkerung (nach der noch jungen Wende traute man sich noch nicht so richtig), konnte man feststellen, wie viel Freude wir unserem Pastor Deventer mit diesem Besuch in Querfurt machen konnten. Nachmittags stand dann die Besichtigung der Burg auf dem Programm. Noch am selben Tag wurde die Rückreise angetreten - eine sehr erlebnisreiche, aber auch überaus anstrengende Tagesfahrt.

 

Ein besonderes Erlebnis war auch 1992 die Fahrt zum 19. Bundeschorfest nach Köln. 600 Chöre mit über 40.000 Sängerinnen und Sänger auf 14 Nationen nahmen daran teil.

 

In dieses Jahr fiel auch das 100-jährige Bestehen der Ostwiger Pfarrkirche St. Joseph. Das Jubiläumsamt wurde von Erzbischoff Degenhardt aus Paderborn zelebriert und von unserem Chor feierlich mitgestaltet. Auch nach dem Hochamt wurde beim gemütlichen Zusammensein rund um die Kirche noch fröhlich gesungen.

 

In der Generalversammlung 1993 wurde unser Ehrenmitglied Heinrich Ramspott für 65-jähriges aktives Singen vom Sängerkreisvorsitzenden Josef Rath mit der Verdienstplakette des Deutschen Sängerbundes in Gold ausgezeichnet. Diese besondere Auszeichnung soll an dieser Stelle stellvertretend für die vielen Ehrungen für 25- und 40-jährige Treue zum Verein bzw. für langjähriges aktives Singen unserer Mitglieder stehen.

 

Natürlich wurden auch in dieser Zeit Sängerreisen durchgeführt, aber meist als Tagesfahren z. B. in den Harz, nach Eisenach, in den Thüringer Wald oder zur Gartenschau. Aber auch wurde oft der Wanderstock aktiviert.

 

 

Der Sängerbund schafft sogar eine ganz besondere Auszeichnung

 

In der Generalversammlung 1998 wurde unser Ehrenmitglied Heinrich Ramspott für 70 Jahre aktiven Singens geehrt.

Sängerkreis-Vorsitzender Josef Rath fand besondere Worte der Anerkennung und betonte die Seltenheit dieses Jubiläums. Der Sängerbund hatte für diese außergewöhnliche Treue keine Standard-Auszeichnung vorgesehen.

So erhielt Heinrich Ramspott die speziell für diesen Anlass gefertigte "Echt goldene Ehrennadel", die nur ganz verdienten Persönlichkeiten verliehen wird.

 

Im Jahr 1998 wurden noch weitere besondere Jubiläen gefeiert. So gestaltete der Chor auch die Dankesmesse zum 60-jährigen Priesterjubiläum des Geistl. Rats Pastor Deventer mit. Ein besonderes Ständchen erhielt unser ältestes Mitglied Viktor Schaukal anläßlich seines 95. Geburtstages am 5. April. Über die Liedvorträge im Bernhard-Salzmann-Hospital in Meschede (ganz besonders über sein Lieblingslied "Bergvagabunden") freute sich der Jubilar sichtlich - er drückte dankbar jedem Einzelnen die Hand.

 

Am 18. April wurde die Schützenbrüderschaft St. Antonius 125 Jahre alt, gleichzeitig konnte der Gemischte Chor "Concordia" auf 120 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

Ein Gemeinschaftskonzert mit den "Hochsauerländern" aus Hoppecke begeisterte ca. 300 Zuhörer in der Schützenhalle.

 

Nach längerer Zeit konnte die "Concordia" auch wieder eine zweitägige Reise an Rhein und Mosel gehen. Bei einer Raddampferfahrt auf dem Rhein und gemütlichen Stunden in Gasthöfen und Weinstuben vergingen die zwei Tage wie im Flug.

 

 

Das neue Jahrtausend

 

Der Gemischte Chor "Concordia" ging wieder einmal für zwei Tage auf Reisen. Der Thüringer Wald und die Stadt Apolda waren das Ziel.

 

Ostwig stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der 800-Jahr-Feier. Unser Chor gestaltete den Historischen Abend am 9. September in der Schützenhalle mit - und am Sonntag, dem 17. September das feierliche Levitenamt in der Pfarrkirche.

Für die Lieder "O Herr, welch ein Morgen" und "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" erntete der Chor in der Kirche spontanen Beifall.

 

Im Alter von 79 Jahren verstarb unser langjähriger Vorsitzender Karl Winkler. Mit Liedern im Seelenamt gab ihm der Chor die letzte Ehre.

Am 18. Juni 2001 verstarb auch das Ehrenmitglied Heinrich Ramspott, ihm wurde ebenfalls mit Liedern beim Seelenamt gedacht.

 

Die Wanderung des Chores führte uns in diesem Jahr eine Etappe des neu geschaffenen Rothaarsteigs entlang.

 

Am 23. Februar 2002 konnte im Rahmen der Generalversammlung Frau Elisabeth Nieder, die Seniorchefin unseres Vereinslokals, für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Der Vorsitzende fand besondere Worte des Dankes für die freundschaftliche Verbundenheit mit unserem Chor, schließlich finden schon seit 57 Jahren die wöchentlichen Chorproben im Hause Nieder statt, abgesehen von einigen "Ausflügen" ins Marienheim, wenn Nieders ihren Betriebsurlaub haben.

 

Am 9. März 2002 stellte sich der Chor wieder erfolgreich den Gutachtern. Die Schützenhalle in Heinrichsthal-Wehrstapel leerte sich nach den Vorträgen erschreckend schnell.

Wir Ostwiger aber waren auch um Mitternacht noch präsent. Für unser gutes "Sitzfleisch" und die entsprechenden Bierumsätze wurden wir vom Veranstalter sogar mit einer Runde belohnt.

 

Am 25. und 26. Mai war wieder eine zweitägige Fahrt angesagt. Ziel war diesmal die Pfalz. 36 Teilnehmer waren begeistert von der Bischofsstadt Speyer, St. Martin, Bad Dürkheim und Worms, um nur einige Ausflugsziele zu nennen.

 

Am 12. September verstarb unser langjähriges Mitglied Augustinus Nieder im Alter von 73 Jahren. Augustinus Nieder war im früheren eigenständigen Männerchor ein guter Solist, aber immer auch ein besonderes Unikum.

Bei den offenen Singen sorgte er stets für das flackernde Lagerfeuer, oftmals auch für leckere Besonderheiten bei Vereinsfeiern.

 

Am 1. Adventssonntag erfreute der Chor wieder 165 Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre beim sogenannten "Altentag" in der Schützenhalle.

 

Am Heiligabend wurde auch die Christmette wieder vom Chor mitgestaltet.

 

Am 10. Mai 2003 wurde in der Schützenhalle Ostwig das 125-jährige Jubiläum des Chores mit vielen befreundeten Nachbar- und Gastvereinen gefeiert.